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Hürth nimmt den Klimawandel endlich Ernst! - Viele Grüne Anregungen dazu im Haushalt 2008

von Horst Lambertz

Dezember 2007

Zufrieden zeigen sich die Grünen nach ihren Beratungen zum städtischen Haushalt und zum Wirtschaftsplan der Stadtwerke. Endlich wird die Bedeutung einer nachhaltigen Energiepolitik in Hürth erkannt und notwendige finanzielle Mittel bereitgestellt.

Bereits im Vorfeld der Haushaltsberatungen wurde beschlossen, Gelder für eine gründliche energetische Sanierung des Ernst- Mach- Gymnasiums und eine umfassende personelle Aufstockung zur Durchführung städtischer Energiesparmaßnahmen für das kommende Jahr einzuplanen. Für eine gute nicht motorisierte Verbindung von Kendenich und Fischenich zum Hürther Bogen mit einer gleichzeitigen Anbindung an das neue Fachmarktzentrum werden die Planungskosten für einen neuen Fuß- und Radweg im Rahmen der Planungskosten fahrradfreundliche Stadt eingestellt.

Auch im Bereich der Stadtwerke tut sich Großes: aufgrund der aus der gemeinsamen Arbeitsgruppe von Grünen und SPD resultierenden Anträge zu Verbesserungen im Energiesektor wird dort über Blockheizkraftwerke und Fernwärme für die südlichen Stadtteile diskutiert. Erste konkrete Schritte wurden bereits angegangen, indem eine zusätzliche Stelle für strategische Energieplanung geschaffen wurde.

„Was Grüne schon lange wussten, haben jetzt auch andere verstanden: Eine Politik zur Einsparung von Energie wird der Stadt künftig nicht nur ökonomische Vorteile bringen, sondern auch dazu beitragen den Klimawandel zu stoppen. Hürth kommt damit endlich seinen Verpflichtungen zur Minderung des CO² -Ausstoßes aus der Mitgliedschaft beim Klima-Bündnis, Allianza del Clima e.V., nach!“, so Fraktionsvorsitzender Horst Lambertz.

Aber auch im Bereich der Jugendpolitik konnte die Fraktion der Grünen einen Erfolg verbuchen, indem eine Anschubfinanzierung für integrative Sprachförderung im Kindergarten- und Grundschulalter in Höhe von 20 Tausend Euro beschlossen wurde – die allerdings erst nach Anmeldung des Vereins als Träger der freien Jugendhilfe ausgezahlt werden kann. Daneben haben die Grünen mehr als eine Verdoppelung der Gelder für die Musikinitiative Hürther Rockbands durchgesetzt.

Als wichtigen Einsparposten im städtischen Haushalt haben die Grünen die Streichung von 65.000 € zur Gestaltung einer „Medienmeile“ in Kalscheuren gesehen. Die Summe wurde mit einem Sperrvermerk versehen und kommt nur dann zur Ausgabe, wenn die Medienbetriebe tatsächlich die gleiche Summe bereitstellen. Horst Lambertz: „Diese Gelder können im Kinder- und Jugendbereich wesentlich sinnvoller angelegt werden!“

 

Grüner Antrag zu erhaltenswerten Gebäudeensembles beschlossen

Dr. Friederike Seydel

von Dr. Friederike Seydel

17.08.06

Erhaltenswerte Gebäudeensembles sollen in Hürth erfasst und möglichst als solche erhalten werden. Diesen Antrag der GRÜNEN Fraktion hat der Planungsausschuss gegen die Stimmen von CDU und FDP beschlossen. In einem weiteren Schritt soll dann geprüft werden, inwieweit Gestaltungssatzungen erforderlich sind, um bei An-, Neu- und Umbauten ein einheitliches Bild wahren zu können. Dazu wird es einen interfraktionellen Arbeitskreis aus Mitgliedern des Planungs- und Kulturausschusses und den ehrenamtlichen Denkmalpflegern geben.

Im Zusammenhang mit der Nachverdichtung der „Siedlung Berrenrath“ war der Ausschuss bereits mit dieser Problematik konfrontiert. Ergebnis war eine Gestaltungssatzung, die dafür sorgt, dass dieser Bereich in seiner gewachsenen Struktur erhalten bleibt. Da aufgrund der historischen Entwicklung Hürths auch in anderen Stadtteilen solche Ensembles vorhanden sind, halten es die Grünen für sinnvoll, diese Bereiche zu erfassen, bevor der ursprüngliche Charakter zerstört ist.

„Die Entwicklung in den Ortsteilen darf nicht nur nach wirtschaftlichen Kriterien erfolgen. Das wäre kurzsichtig und geht auf Kosten der Lebensqualität. Vielmehr müssen auch kulturhistorische, gesellschaftliche und ökologische Aspekte eine wichtige Rolle spielen. Hier ist die Erfassung und die Bewahrung historischer Gebäudeensembles im Sinne der Nachhaltigkeit ein unverzichtbarer Gesichtspunkt“, so Dr. Friederike Seydel, grünes Ratsmitglied im Planungsausschuss.

 

 

„De Bütt“

Energieschleuder oder Bad mit Komfort und Energieeffizienz?

von Friederike Seydel

August 2005

Energie sparen kommt nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch dem städtischen Haushalt zugute, und damit allen BürgerInnen und Bürgern.

Umbau und Sanierung der Bütt kosten 9,5 Mio Euro. Den gleichen Betrag kostet die Energie, die man in 17 Jahren für Heizung, Warmwasser und Strom braucht. Da lohnt es sich, die Energieeffizienz von Technik und Bau zu optimieren, um Betriebskosten zu sparen. Man sollte also in effiziente Techniken wie Wärmerückgewinnung aus der Abluft und automatische Steuerung der Beleuchtung oder in eine gute Wärmedämmung investieren.

Da ein Bad einen hohen Bedarf an Wärme hat, ist es sinnvoll, die Wärmeerzeugung zu hinterfragen. Insbesondere ein Blockheizkraftwerk könnte hier wirtschaftlich von Vorteil sein. Es erzeugt gleichzeitig Wärme und Strom, der hier wesentlich billiger kommt als aus dem Netz. Dies senkt die Betriebskosten. Die Fernwärme sollte auch in diesem Fall weiter einen wesentlichen Teil der Wärmeversorgung sichern.

Gegen erhebliche Widerstände haben wir durchgesetzt, dass die Energieagentur NRW ihren unabhängigen Sachverstand für ein möglichst energieeffizientes Bad einbringen kann. Kostenlos bekommt die Stadt so Handlungsempfehlungen, wie die Energiekosten langfristig am besten zu senken sind. Damit wir nicht wie viele andere Kommunen irgendwann das Bad schließen müssen, weil wir die Betriebskosten nicht mehr finanzieren können.

 



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