08/27/10
LichtBlick wird zum Stromversorger für Stadtwerke, Stadt und den Bäderbetrieb/ Hamburger Energieunternehmen gewinnt Bewerberverfahren

- Dr.Friederike Seydel
Ökostrom für Hürth
Der Ökostromanbieter LichtBlick übernimmt vom 1. Januar 2011 für ein Jahr die Stromversorgung der Stadt, der Stadtwerke und des Bäderbetriebs. Das ist das Ergebnis eines Bewerberverfahrens, welches notwendig wurde, weil der Stromliefervertrag mit der RheinEnergie Ende des Jahres ausläuft. Der Vorstand der Stadtwerke informierte gestern den Verwaltungsrat. „Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die städtischen Einrichtungen im nächsten Jahr Ökostrom beziehen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um klimaschädliches CO2 zu reduzieren, die fossilen Ressourcen zu schonen und vom Atomstrom wegzukommen“, so die Fraktionsvorsitzende der Grünen Dr. Friederike Seydel. Die Grünen hatten den Vorstand der Stadtwerke aufgefordert, auch von LichtBlick ein Angebot einzuholen.
Der Hamburger Energieversorger LichtBlick bietet seit 1998 Ökostrom an. Der Strom stammt zu 70% aus Wasserkraftwerken in Österreich und Norwegen und zu 11 % aus einem deutschen Biomassekraftwerk. Dazu kommen noch 19% Stromanteil nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieser Strommix stammt aus sauberen Quellen wie Wind, Wasser und Sonne.
„Mit dem Zuschlag für LichtBlick bekommt auch die klimapolitische Diskussion in Hürth eine neue Ausrichtung. Hürth setzt ein deutliches energiepolitisches Zeichen für mehr umweltfreundlichen Strom“, ergänzt der stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD Rudolf Karolus.
Der Vertrag mit LichtBlick wurde zunächst für ein Jahr abgeschlossen. Die Kooperationspartner von SPD, Grünen und FDP setzen darauf, dass der Vorstand der Stadtwerke alles unternimmt, dass die Zusammenarbeit mit LichtBlick länger als nur ein Jahr dauert. „LichtBlick hat in dem Verfahren bewiesen, dass Ökostrom im Vergleich zu Strom aus Braunkohle und Atomkraft wettbewerbsfähig ist. Diese Erkenntnis ist von großer Bedeutung für zukünftige energiepolitische Entscheidungen“, so Verwaltungsratsmitglied Hans-Josef Zens (FDP).
